SG Banzkow-Leezen

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Neue Handballregeln zur neuen Saison: Hier ein kurzer ÜberblickDie International Handball Federation (IHF) und der Deutsche Handballbund (DHB) haben zum 1. Juli 2010 einige zum Teil gravierende Regeländerungen vorgenommen. Beim Tempogegenstoß werden beispielsweise die Angreifer besser geschützt und der Ausschluss fällt weg und durch die Disqualifikation mit Bericht ersetzt. Außerdem muss eine Coachingzone eingerichtet werden, die links und rechts 3,5 Meter von der Mittellinie bis zur Höhe der Siebenmeterlinie reicht. Die Regeländerungen im einzelnen, die mit Hilfe vom Schiedsrichterwart des Norddeutschen Handballverbands Jens Gebler und dem ehemaligen Regionalligaschiedsrichter Helmut Tost mitkommentiert wurden:


Trikots: Es sind nur noch Nummern von 1 – 99 erlaubt. Die Nummern müssen nicht mehr ausschließlich im Brustbereich befestigt sein, sondern im gesamten Brustbereich, so dass der Brustbereich uneingeschränkt für Werbung genutzt reden kann.


Kopftücher: Kopftücher sind aus religiösen Gründen dann erlaubt, wenn sie keine Gefährdung für Trägerin oder Gegner darstellen.


Torwart: Verursacht ein Torwart bei einem Gegenstoß den Zusammenprall mit dem Gegenstoßspieler, der Torwart bewegt sich auf den Gegenstoßspieler zu, ist er zu disqualifizieren (rote Karte), denn: Nur der Torwart kann diese gefährliche Situation überblicken und vermeiden. Im Moment der Ballannahme wird der Angreifer nach hinten sehen und den Torwart nicht wahrnehmen. Steht der Torwart jedoch deutlich vorher, ist bei Kontakt durch den Angreifer auf Stürmerfoul zu entscheiden.


Sperren: Sperren durch den Kreisläufer müssen passiv gestellt werden. Aktive Sperren mit den Armen, Beinen oder dem Gesäß sind als Stürmerfoul zu werten.


Disqualifikation: Der Ausschluss bei Tätlichkeit entfällt und wird durch die „Disqualifikation mit Bericht“ ersetzt. Musste die von einem Ausschluss betroffene Mannschaft bisher mit einem Spieler weniger weiterspielen, kann jetzt die Mannschaft nach zwei Minuten wieder ergänzt werden. Eine „Disqualifikation mit Bericht“ zieht jetzt allerdings automatisch eine zweiwöchige Sperre nach sich, die durch die Spielleitende Stelle jedoch verlängert werden kann. „Normale Disqualifikationen“ (rote Karten) gibt es nach wie vor und ziehen keine Spielsperren nach sich.


Letzte Minute: Besonders in der Schlussminute eines Spieles haben die „Notbremsen“ stark zugenommen. In Zukunft werden diese „Notbremsen“, unabhängig vom Spielstand durch eine „Disqualifikation mit Bericht“ geahndet, die eine automatische Sperre von zwei Wochen nach sich zieht. Natürlich kann die Spielleitende Stelle auch davon unabhängig eine längere Sperre aussprechen.

Gesichtstreffer: Ein Gesichtstreffer beim Siebenmeter am stehenden Torwart hat eine „Disqualifikation“ zur Folge, gleiches gilt auch bei einem direkt ausgeführten Freiwurf, wenn ein Abwehrspieler betroffen ist. Dabei ist entscheidend, ob der Torwart oder Abwehrspieler den Kopf nach vorn, bleibt ohne Folgen für den Schützen oder zur Seite, zieht die Disqualifikation für den Schützen nach sich, bewegt.


Zeitspiel: Spielt die abwehrende Mannschaft dauerhaft auf Spielunterbrechung, darf nicht auf passives Spiel (Zeitspiel) entschieden werden. Spielt die Abwehr aber regelkonform, können die Schiedsrichter viel einfacher auf passives Spiel entscheiden.


Auswechselbank: Greift ein zusätzlicher Spieler oder Offizieller bei einer klarer Torgelegenheit des Gegners ins Spielgeschehen von der Auswechselbank, zum Beispiel durch Betretens der Spielfläche, ein, so wird neben dem fälligen Siebenmeter auch eine „Disqualifikation mit Bericht“ verhängt. Somit eine automatische Sperre von zwei Wochen, die durch die Spielleitende Stelle verlängert werden.

Coachingzone: Neu eingeführt wird eine Coachingzone, die ab 3,5 Meter bis zu einer hinteren Linie, in Höhe der Siebenmeterlinie, reicht. Nur hier darf der Trainer dauernd coachen. So können die Helfer am Tisch die Wechselvorgänge deutlich besser einsehen. Das „Pokern um den richtigen Zeitpunkt“ zum legen der „grünen Karte“ wird damit unterbunden, denn die Trainer (Offiziellen) dürfen die Coachingzone nur dann verlassen, wenn sie die „grüne Karte“ legen wollen. Außerdem müssen die Offiziellen bei der Wahl der Farbe der T-Shirts sich von der Trikotfarbe der gegnerischen Mannschaft unterscheiden.


 

Quelle: www.zweitewelle.de