SG Banzkow-Leezen

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Patrick Kastaun beim WurfAm vergangenen Wochenende reisten die Randschweriner zu den seit 20 Monaten zu Hause ungeschlagenen Gastgebern nach Grimmen. Klar waren die Hausherren unter diesen Vorraussetzungen Favorit, aber die Banzkower waren nicht gekommen um die Punkte einfach herzuschenken. Verlor man doch im vergangenen Jahr hier sehr unglücklich. Außerdem hatte die SG erstmalig in der Saison fast den gesamten Kader zur Verfügung, fehlten doch „nur“ drei Leistungsträger.

 

Zu Beginn ließ Trainer Fründt eine etwas veränderte Aufbaureihe mit Kastaun, C. Wach und Klüttermann auflaufen und somit die arrivierten, aber gerade erst wieder genesenen Stammkräfte D.Wach und Seider zunächst auf der Bank. Zwar fehlte somit ein wenig die Durchschlagskraft im Rückraum, aber auch die „zweite Reihe“ zeigte in einigen Spielsituationen ihre individuelle Klasse. So wechselte die Führung in der ersten Halbzeit ständig und es ging beim Stand von 15:16 aus SG Sicht in die Halbzeitpause.


Spätestens jetzt war jedem klar, dass hier etwas zu holen war. Motiviert kamen die Spieler um Routinier Klüttermann aus der Kabine und hatten auch gleich den besseren Start. Schnell führte man mit 18:16 (36. min) und alles schien auf den ersten Auswärtserfolg der Banzkower hinauszulaufen. Doch ab der 40. Spielminute kam ein Bruch in das Spiel der Randschweriner, den man nur bedingt selbst verschuldete. Plötzlich änderte das bis dahin positiv unauffällige Schiedsrichtergespann ihre Linie und ließ die bis dahin absolut faire Partie, hektisch und emotional werden. So gab es aus einer Spielsituation gleich drei Zeitstrafen auf Banzkower Seite und in der Folge noch drei Weitere! So sahen sich die Gäste in den letzten 20 Minuten fast durchgängig einer Grimmener Überzahl ausgesetzt, die diese auch routiniert ausnutzten und sich zwischenzeitlich auf 26:22 absetzten konnten. Zwar verkürzte die SG noch einmal auf zwei Tore, aber eine erneute fragwürdige Hinausstellung brach bei den Gästen den Glauben hier noch zu punkten. Am Ende gewann Grimmen sicher nicht unverdient aber mit einem faden Beigeschmack mit 35:30 und die SG wartet weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis in der Ferne.

„Wir haben es nur selten geschafft den Grimmenern unser Spiel aufzuzwingen und sind dennoch lange Zeit auf Augenhöhe geblieben. In der zweiten Halbzeit kamen wir besser aus der Kabine und konnten uns leicht absetzten. Da haben wir alle an den Sieg geglaubt. Leider haben die Unparteiischen dann etwas zu viel Einfluss auf das Spiel genommen. Ich äußere mich sonst ja nie, zumindest negativ über Schiedsrichter, aber heute fehlte es eindeutig an Fingerspitzengefühl. Sicher kann man die eine oder andere Zeitstrafe geben, aber nicht diese Vielzahl. Natürlich haben die Grimmener das am Ende auch gut gelöst, aber in Überzahl ist das nun mal auch leichter. Man hat in den letzten Minuten leider auch gesehen, dass bei einigen meiner gerade genesenen Spielern auch die Kraft fehlte, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Dennoch war heute ganz klar mehr drin.“ so der sichtlich angefressene Trainer Birger Fründt nach dem Spiel.


Stenzel, Gores, Langer– Köhn 3, Lange 1, Kastaun 4, Strauß 1, C. Wach 1, D. Wach 4, Seider 3, Klüttermann 10/4, Ohm 3, Zapp