SG Banzkow-Leezen

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SG Crivitz-Banzkow wartet weiter auf ersten Saisonerfolg

Am vergangenen Wochenende ging es für den Tabellenletzten zum derzeitigen Ligaprimus SG Parchim/Matzlow-Garwitz. War es in den
vergangenen Jahren eher ein Duell auf Augenhöhe, lag diesmal die Favoritenrolle klar auf Seiten der Gastgeber. Aber auch auf Seiten der Banzkower machte sich im Vorfeld des Derbys verhaltener Optimismus breit, konnte man doch bis auf die „Langzeitausfälle“ Strauß, Kerlin und Seider endlich auf den kompletten Kader zurückgreifen.
So starteten die Gäste auch gleich hochkonzentriert in die Partie und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Der Tabellenführer konnte in dieser Phase nur reagieren und hatte Mühe die Banzkower nicht zu sehr enteilen zu lassen (8:5, 13. min). Die Randschweriner zeigten sich im Angriffsspiel sehr variantenreich und waren, auch ohne den Blick durch die Vereinsbrille, das bessere Team. Einzig die Chancenverwertung und die fehlende Ordnung im Defensivverband war in Halbzeit eins zu bemängeln. Besonders Martin Schröder fand immer wieder die Lücken in der Banzkower Abwehr. So fingen sich die Gäste in der Schlussphase der ersten Spielhälfte gleich drei Zeitstrafen beim Versuch die Linkshand zu stellen. Dies nutzten die Hausherren clever, egalisierten den Rückstand und gingen selbst mit einer 15:14 Pausenführung in die Kabine.
In der Halbzeit war man sich auf Banzkower Seite jedoch einig, dass hier heute die ersten zwei Punkte möglich waren. Leider startete man aber gehandicapt in die zweite Spielhälfte. Zum einen verletzte sich der bis dahin sehr gut aufgelegte Daniel Wach zum Ende der ersten Spielhälfte so sehr, dass er vorerst auf der Bank Platz nehmen musste. Zum anderen dezimierte sich der ohnehin dünne Kader durch eine rote Karte selbst, so dass sich die zweiten 30 Minuten relativ alternativlos gestalteten. Die daraus resultierende Verunsicherung übertrug sich sofort auf das Team, die ohnehin nicht sattelfeste Abwehr offenbarte zunehmend ihre Schwächen und machte es dem Tabellenführer nun sehr einfach erfolgreich zu sein. Aber gerade das in der ersten Spielhälfte überzeugende Angriffsspiel wurde nun eingestellt. Völlig kopflos und unstrukturiert schenkte man Angriff für Angriff her und öffnete den Hausherren die Tür für ihr gefürchtetes Konterspiel. Erwähnenswert ist zudem sicherlich, dass in Summe sieben Strafwürfe und mind. genauso viele sogenannte „Hundertprozentige“ nicht verwandelt wurden. Klar lebt der Handballsport von Fehlern des Gegners, aber die in der zweiten Spielhälfte gezeigte Abschlussschwäche ließ kein Erfolgserlebnis der SG zu. Am Ende verlor man sehr deutlich mit 22:32.
„Heute bin ich wirklich sauer, weil meine Mannschaft sich selber um Ihren Lohn gebracht hat. Klar war unsere Abwehr wiedermal sehr instabil, aber heute haben wir in der ersten Halbzeit wenigstens mal so gespielt wie ich es mir vorstelle, variantenreich und auf allen Positionen torgefährlich. Die rote Karte und die daraus resultierenden Zeitstrafen haben zum Bruch in unserem Spiel geführt. In der zweiten Halbzeit haben wir wie ein Absteiger gespielt und letztendlich verdient verloren. Glückwunsch an Matzlow und Ihren Torwart…“ so Trainer Birger Fründt.

SG Crivitz-Banzkow spielte mit: Christian Langer (Tor), Maik Stenzel (Tor), Patrick Kastaun, Daniel Wach, Jan Jesse, Christian Wach, Marco Ohm, Alexander Köhn, Christian Klatt, Thomas Lange, Stephan Schult