SG Banzkow-Leezen

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Stefan Floss beim WurfDie Serie von vier ungeschlagenen Spielen in Folge sollte eigentlich ausgebaut werden, ist nach dem Spiel bei der HSG Uni Greifswald jedoch in der letzten Sekunde bitter gestoppt worden.

 

 

Viel hatten sich die Männer der SG Banzkow-Leezen vorgenommen. Gegen die heimstarken und sehr unangenehm zu bespielenden Hausherren wollte man unbedingt gewinnen, um den aktuellen Lauf so lange wie möglich zu halten.  Das Problem an diesem Tag war jedoch, dass man in der Abwehr nicht ansatzweise an die Leistung aus dem Spiel gegen Vellahn heran kam. Dies sollte der Knackpunkt sein und wurde von den Greifswaldern ein ums andere Mal ausgenutzt. Dabei begann die Partie aus Banzkower Sicht ganz gut. Schnell führte man 2:1 bzw. 3:2 und schien in der Partie drin zu sein. Die Gastgeber ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und gingen ihrerseits in Führung (4:3). Diesen Vorsprung bauten die Greifswalder auf bis zu drei Tore aus (6:3, 8:5,12:9). Erst jetzt merkte die SG anscheinend, dass man unbedingt einen Gang höher schalten musste, um nicht noch weiter in Rückstand zu geraten. Plötzlich stand es 12:12 und man war wieder in der Partie drin. Als man kurz vor der Halbzeit sogar mit einem Tor in Führung gehen konnte (15:14), sah alles wieder normal aus. Doch auch hier merkte man, dass die Abwehr zu unkonzentriert wirkte. So erzielten die Greifswalder kurz vor dem Pausenpfiff noch den 15:15 Ausgleich. Ein Treffer, der wie viele in dieser Halbzeit völlig unnötig war und zum Spielverlauf der SG passte.


In der Kabine wurden die Mängel deutlich angesprochen. Besonders die Defensive ließ viel Potenzial zur Verbesserung übrig. Man konnte also nur hoffen, dass die Fehler schnellstmöglich abgestellt werden, um die Partie nicht bis zum Schluss unnötig offen zu gestalten. Doch genau dieses Szenario sollte eintreten.


Die Hausherren gingen gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit in Führung. Die Gäste glichen diese jedoch aus und so stand es nach 35 Minuten 17:17. Ab diesem Zeitpunkt sollten die Greifswalder das Spielgeschehen in die Hand nehmen und zumindest bis 30 Sekunden vor Schluss stetig führen. In der 40. Minute stand es 17:19 aus Sicht der SG. Dieser Rückstand erhöhte sich sogar auf 21:24 und so langsam ging es in die entscheidende Phase. Plötzlich ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft und man verkürzte in der 54. Minute auf 24:25 und hatte sogar die Chance zum Ausgleich. Diese wurde allerdings nicht genutzt und so stand es auf einmal 24:26. Auch beim 25:27 lag man immer noch mit zwei Toren hinten und es waren nur noch 90 Sekunden zu spielen. Die Hausherren wollten den Sieg jetzt erzwingen und agierten etwas nervös. Die daraus resultierenden Fehler nutze die SG eiskalt aus und erzielte 30 Sekunden vor Ultimo den 27:27 Ausgleichstreffer. Oberste Priorität der SG war jetzt, wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Die Greifswalder hatten jedoch noch einen Freiwurf aus halblinker Position und es waren nur noch zwei Sekunden zu spielen. Allen war klar, dass jetzt geworfen werden musste. Doch wie im gesamten Spielverlauf war man auch hier nicht völlig bei der Sache und rechnete nicht damit, dass direkt geworfen wird. Der Ball wurde durch den Block geschnellt, knallte an den Innenpfosten und zappelte dann im Netz.


Die Enttäuschung nach dem Spiel war dementsprechend groß, hatte man doch die Chance, trotz einer mehr als mäßigen Leistung, zumindest einen Punkt aus Greifswald zu entführen. Die Niederlage sollte man als Anlass nehmen, um sich darüber bewusst zu werden, dass nur mit einer stabilen Abwehr die Spiele gewonnen werden können. Die Möglichkeit dies zu beweisen, hat man nächsten Samstag gegen den Güstrower HV. Dann im Sportzentrum-Banzkow. Ein Dank gilt den mitgereisten Fans der SG, die ihr Team über 60 Minuten lautstark unterstützt haben!


Gores, Stenzel - Wolff 1, D. Wach 6, Strauß 8/3, F. Neumann 4, C. Wach, Kröger 6, Klatt 2, Zapp, Fründt