SG Banzkow-Leezen

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Birger Fründt in Aktion

Dass Sonntagsfahrten auf die Insel Usedom nicht gerade zu den schönsten Spielen der Saison zählen, wusste man bereits vor der Partie gegen Usedom II. Erst recht wenn man sich den Kader der SG Banzkow-Leezen am vergangenen Wochenende genauer anschaut. Durch Schichtdienste, Lehrgänge, Bundeswehrübungen, Grippe und Verletzungen fehlte mehr als die Hälfte des Teams. So trat man mit einem Minikader von 8 Spielern an, darunter zwei Torhütern.

 

Usedom hingegen konnte aus dem Vollen schöpfen und hatte sogar mehrere Spieler der Regionalligamannschaft im Aufgebot. Die Voraussetzungen waren demnach alles andere als ideal für die Banzkower. Nichtdestotrotz wollte man solange wie möglich auf die Zähne beißen und sich nicht unter Wert verkaufen. Trotz der deutlichen Niederlage sollte dies am Ende gelingen.


Die Begegnung begann und man sah sofort, dass die Gastgeber durch den Faktor Tempo dem Spiel die nötige Richtung geben wollten. Bemerkbar machte sich dies durch die offensive Abwehr der Usedomer und deren schnelle Mitte bzw. Konter. Die SG brauchte hingegen einige Minuten, um ins Spiel zu finden und sich in der ungewohnten Konstellation einzuspielen. In der 8. Minute lag man bereits mit 2:5 zurück. Die Gäste ließen sich allerdings nicht nervös machen und glichen zum 5:5 bzw. 6:6 aus. Usedom schaltete jedoch noch einmal einen Gang höher und zog auf 9:6 bzw. 12:8 weg. Um sich wieder neu zu ordnen, nahm Trainer Uwe Weber eine Auszeit. Diese schien jedoch nur kurz zu fruchten, denn Usedom baute den Vorsprung bis zur Pause auf 19:13 aus. Die Halbzeit kam der SG Banzkow-Leezen gerade recht, mussten Spieler wie Zapp und Fründt aufgrund der fehlenden Auswechselmöglichkeiten voll durchspielen und gingen somit komplett an die Schmerzgrenze, um ihren Team voll zur Seite zur stehen. Da jedoch noch einmal 30 Minuten auf dem Programm standen, konnte man sich schon etwas Sorgen machen. Nicht nur um den Endstand!


Die Partie begann so wie sie aufgehört hatte. Die Hausherren gaben ordentlich Gas und erzielten viele einfache Tore. Dies führte zwangsläufig zu einer relativ komfortablen 24:16 Führung für Usedom. Doch die SG gab nicht auf und kämpfte in jedem Angriff um Tore. Dies kostete zusätzlich Kraft und so gab Torhüter Michael Neumann seinen Einstand auf dem Spielfeld, um einigen Akteuren eine kurze Pause zu gewährleisten. Kurz darauf erzielte er gleichzeitig sein erstes Saisontor. Beim 32:22 lagen die Banzkower bereits mit 10 Toren im Hintertreffen (20. Minute), konnten den Abstand jedoch auf 25:33 verkürzen. Die letzten Minuten des Spiels stellten beide Mannschaften ihre Abwehrarbeit weitestgehend ein und so stand am Ende eine 28:37 Niederlage für die SG zu Buche. Zu erwähnen ist die souveräne Schiedsrichterleistung des Gespanns Gaebelein / Schramm, die kritische Situationen mit kurzen Gesprächen sofort entkräfteten und ein sehr fair geführtes Handballspiel leiteten.

 

Auch wenn man sicherlich hoch verloren hat, muss man sagen, dass alle Akteure gekämpft und bis zum Schluss alles gegeben haben. Fakt ist aber auch, dass man nach drei Niederlagen in Folge und der Dichte im Tabellenkeller im Abstiegskampf steckt und sich dieser Situation bewusst sein muss. Die kommenden Gegner werden indes nicht einfacher werden. Jetzt steht aber erst einmal die zweite Runde im Pokal beim Plauer SV (12.12.09; 17 Uhr) auf dem Plan. Bleibt zu hoffen, dass bis dahin einige Spieler wieder fit werden oder ob man wieder mit einem Rumpfteam die Reise antreten muss.


Stenzel, M. Neumann 1 - Wach 8, Strauß 7/2, Fründt 1, Wolff 3, Klatt 4,

Zapp 4/1