SG Banzkow-Leezen

Bild0005.jpgBild0009.jpgBild0008.jpg

Oldie Frank Wopat„Das Spiel war sicherlich nicht schön anzuschauen, aber am Ende haben wir das erreicht was wir wollten, die zwei Punkte mitnehmen. Heute hat man gesehen, wozu die Mannschaft in der Lage ist, wenn einer für den anderen einspringt“, so Trainer Jens Lüders nach dem Spiel beim Plauer SV am vergangenen Samstag.

Vor dem Spiel war klar, dass es nicht einfach sein wird die Punkte aus der Eldestadt zu entführen. Den Crivitzern fehlten einige Spieler aus verschiedensten Gründen und auch die schwierigen äußeren Umstände der Halle (kein Wachs und glatt) kannte man aus vergangenen Spielen, aber trotzdem wollte die Mannschaft das Spiel unbedingt gewinnen. Das sahen die Zuschauer in Plau auch von der ersten Minute an. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, indem die Jungs aus Crivitz immer wieder ein Tor vorlegten. Beide Abwehrreihen waren noch nicht richtig im Spiel und so konnte sich keine Mannschaft absetzen. Ab der 15. Minute hatten sich die Gäste dann gefunden und fingen in der Abwehr einige Bälle ab und verwerteten sie im Angriff auch erfolgreich. So konnten sie sich auf 7:4 absetzen. Wer jetzt dachte, dass dieser Vorsprung unser Mannschaft mehr Sicherheit gab, lag falsch.

In den nächsten Angriffen wurde dieser Vorsprung leichtfertig wieder aus der Hand gegeben und die Plauer nutzten ihre einfachen Chancen und glichen wieder zum 7:7 aus. Bis zur Pause ging dann der offene Schlagabtausch weiter, indem die SG Crivitz-Banzkow zur Halbzeit aber mit 12:11 die Oberhand behielt. Ein großer Wehrmutstropfen war die Verletzung von Steve Langmaack, der sich ohne Einwirkung des Gegenspielers verletzte und nicht weiterspielen konnte. So wurde der ohnehin schon kleine Kader weiter dezimiert.

In der Kabine sprachen die Trainer Schuldt und Lüders dann nochmal die Schwachstellen an und motivierten die Jungs für die kommenden 30 Minuten.

Die begannen so, wie die ersten aufhörten. Die Crivitzer legten ein Tor vor und Plau legte nach. Bis zur 43. Minute ging es so weiter. Durch zwei Zeitstrafen wegen Undiszipliniertheiten (Meckern und Ball weg werfen) gegen die Plauer Mannschaft, hatte man nun in doppelter Überzahl die Möglichkeit, die Führung auszubauen und den Gegner unter Druck zu setzen. Und das taten die Jungs aus Crivitz auch. Sie spielten ihre Angriffe clever aus und nutzten auch in der Abwehr ihre Überzahl für einfache Ballgewinne. Über 15:14 setzte man sich nun auf 18:14 ab. Das verunsicherte die Plauer und sie machten nun im Angriff einfache Fehler, die die SG Crivitz-Banzkow mit einfachen Gegenstößen bestrafte. Nun hieß es 20:14, als der Plauer SV seine Auszeit nahm um sich auf die letzten Minuten einzustellen. Nun galt es ruhig zu bleiben und die Angriffe sicher zu Ende zu spielen. Schließlich hatte man nun alle Trümpfe in der eigenen Hand. Aber es sollte anders kommen. Im Angriff gelangen in der SG in den letzten 13 Minuten lediglich noch zwei Treffer, jedoch konnte man sich in dieser Phase auf die gut aufgestellte Defensive und einem stark haltenden Torwart Maik Stenzel verlassen. Hinzu kamen wichtige Treffer durch Oldie Frank Wopat. Die Plauer konnten zwar noch auf 20:18 verkürzen, aber das war es dann auch. Am Ende brachten die Crivitzer das Ergebnis clever über die Zeit und gewannen mit 22:18. Das war auch völlig verdient, da man im ganzen Spiel nicht einmal zurücklag.

„Solche Spiele muss man gewinnen, wenn man ganz oben stehen möchte. Wenn wir diese kämpferische Leistung in die nächsten Spiele mitnehmen, haben wir auch da gute Chancen als Sieger vom Platz zu gehen“, so Jan Schult in der Kabine.

An den kommenden Wochenenden hat die SG Crivitz-Banzkow spielfrei. Somit haben angeschlagene Spieler die Möglichkeit sich zu erholen und die Mannschaft kann sich auf die nächsten schweren Wochen vorbereiten. Aufgrund des ausgefallenen Spiels des Kontrahenten SV Mecklenburg-Schwerin II, ist die SG Crivitz-Banzkow somit zumindest vorerst Tabellenführer.

Es spielten: Maik Stenzel, Martin Fischer, Christian Langer, Christian Klatt, Jan Schult 3, Thomas Lange 2, Benjamin Zachow 1, Frank Wopat 3, Steve Langmaack 1, Hendrik Strauß 7, Alexander Köhn 5

Trainer: Jens Lüders