SG Banzkow-Leezen

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Marek Posekardt in AktionAm vergangenen Samstag mussten die Männer der SG Crivitz-Banzkow bei der TSG Wismar antreten.  Von der Tabellenkonstellation und vom Saisonverlauf her wäre die SG aus Crivitz (2. Platz) sicherlich der Favorit für dieses Spiel gewesen, aber durch Verletzungen, Lehrgänge, berufliche Veranstaltungen und private Verpflichtungen fehlten  auf einmal 10 Spieler, so das plötzlich nur noch fünf Akteure aus der 1. Mannschaft zur Verfügung standen. Da das Spiel weder verlegt noch laut Regularien abgesagt werden konnte, wurde die Mannschaft dank der Unterstützung der Bezirksligamannschaft aufgefüllt. So konnte man das Spiel wenigstens sportlich über die Bühne bringen.

Das Spiel begann aus Sicht der SG Crivitz-Banzkow überraschend positiv. Obwohl in einer völlig neuen Konstellation und mit Alexander Köhn nur einem Spieler der 1. Männermannschaft im Angriff startend, hielt man von Anfang an dagegen. Dies überraschte wahrscheinlich auch die erfahrenen Wismaraner, die über die forsche Spielweise der z.T. erst 17 und 18-Jährigen Gäste aus Crivitz sicherlich überrascht waren. So führten die Gäste über die Stationen 2:1, 5:2, 6:3 und 8:6 bis zur 15. Spielminute. Bis dahin lief es speziell im Angriff recht flüssig und man erzielte durch gute Einzelaktionen seine Tore. Die Abwehr der Hausherren stellte sich jetzt aber besser darauf ein und machte es der SG jetzt deutlich schwerer. Die Konsequenz war, dass Wismar nicht nur verkürzte, sondern in der 20. Minute zum 8:8 ausgleichen konnte. Die Gäste spielten in dieser Phase zu überhastet und verwarfen zu viele Bälle. Hinzu kam, dass auch die Schiedsrichter nicht immer souverän wirkten und mit einigen Entscheidungen auf beiden Seiten für Erstaunen und gleichzeitig neuen Erkenntnissen über die Regelauslegung sorgten. Die junge  Truppe ließ sich im Gegensatz zu den alten Hasen aus Wismar davon anstecken und plötzlich lag man in der 23. Minute mit 9:11 in Rückstand. Das Positive war jedoch, dass man sich wieder fing und bis kurz vor der  Pause auf 12:13 aufschließen konnte. Durch eine gute Abwehrarbeit und einen abgefangenen Ball erhielt man noch einmal die Chance zum Ausgleich, die ein gut aufgelegter Marek Posekardt per Konter zum  13:13 nutze. Dies war gleichzeitig der Halbzeitstand.

In der Pause stellte Katja Ex, die netterweise die Spielführung an diesem Tag übernahm, die Mannschaft neu ein und machte deutlich, dass man bisher sehr gut mithalten konnte und vielleicht ja auch ein Sieg möglich wäre.

Doch aus Sicht der SG Crivitz-Banzkow sollte sich der Start alles andere als optimal gestalten. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit kam man überhaupt nicht in die Partie und geriet schnell mit 13:15 in Rückstand. Auch in der 35. Minute konnte man noch keinen Treffer erzielen, im Gegensatz zu den Hausherren. Diese erhöhten abermals und führten so bereits nach kurzer Zeit mit vier Toren (13:17). Crivitz versuchte jetzt alles um dran zu bleiben und konnte zumindest auf 16:19 verkürzen. Auch in der 45. Minute hatte man beim Stand von 18:21 mehrmals die Gelegenheit, wieder auf Tuchfühlung zu gelangen. Allerdings tat man sich nunmehr sehr schwer gegen die Deckung der Wismaraner und so verpufften viele Angriffe ergebnislos. Speziell aus dem Rückraum fehlte es jetzt an Alternativen um den Deckungsblock der Hausherren mit einfachen Toren zu überwinden. Jetzt merkte man deutlich, dass man nicht eingespielt war und erzielte nur mit allergrößtem Aufwand seine Tore. Auch wenn man immer in Schlagdistanz bleiben konnte (20:24, 21:25,22:26), war Wismar einfach abgezockter und erzielte seine Tore deutlich leichter. Kurz vor Ultimo erzielte ein ebenfalls sehr agil spielender Marco Dankert den letzten Treffer der Partie, was allerdings nichts mehr an der Niederlage ändern sollte. Am Ende trennte man sich mit 23:28 verlor bei der TSG Wismar, was angesichts der personellen Situation nicht unbedingt eine Sensation sein sollte. Allerdings muss man sagen, dass die junge Truppe, die größtenteils aus Bezirksliga-Akteuren bestand, ihre Sache gut  erledigt und der TSG ordentlich Paroli geboten haben.

Durch die Niederlage rutscht die SG Crivitz-Banzkow durch den Sieg der Güstrower gegen Neukloster auf den 3.Tabellenplatz ab. Trotzdem kann man mit dem Jahr 2014 zufrieden sein und sollte sich jetzt für die anstehende Rückrunde im kommenden Jahr erholen, um sich zumindest den zweiten Tabellenplatz zurückzuerobern.

Christian Langer,  M. Dankert (im Tor) - Rechel, M. Dankert,  K. Zachow, Reschklo, Niemann, Hopp, Posekardt, B. Zachow, Wopat, Strauß, Köhn