SG Banzkow-Leezen

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Szene aus früherem Spiel gegen Güstrow„Über den Angriff brauchen wir bei 30 geworfenen Toren nicht reden. Das war in Ordnung. Hingegen war die Leistung in der Abwehr eine Katastrophe und für eine Mannschaft die im Abstiegskampf steckt, indiskutabel“, so Trainer Uwe Weber nach dem Spiel. Lediglich zwei gelbe Karten, eine Zweiminutenstrafe und null 7-m für den Gegner, belegen diese Aussage deutlich.

 


Dabei begann die über 60. Minuten sehr fair und gut geleitete Partie aus Banzkower Sicht äußerst positiv. Bereits nach 8 Sekunden führte man 1:0 und erhöhte kurz darauf auf 2:0. Als man sich abermals den Ball erkämpfte, hatte man sogar die Chance auf 3:0 wegzuziehen. Leider nutze man diese Gelegenheit nicht und kassierte im Gegenzug das 1:2. Jetzt fanden auch die Güstrower immer besser ins Spiel und glichen in der 9. Minute zum 3:3 aus. Ab dieser Phase entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, indem sich bis zur Pause keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Mal konnten die Gäste aus Leezen vorlegen (6:4, 8:6, 10:8), mal die Gastgeber aus der Barlachstadt (11:10, 13:12). Trotz der bis dahin sehr passiven Abwehr der SG Banzkow-Leezen, konnte man gegen den Tabellenfünften sehr gut mithalten. Das lag unter anderem daran, dass zumindest der Angriff der SG an diesem Tag ganz gut funktionierte. So stand es kurz vor dem Pausenpfiff 14:14 und die Güstrower hatten noch einmal die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Der entscheidende Wurf konnte jedoch gehalten werden. Doch wie typisch für dieses Spiel, konnte der Abpraller nicht erkämpft werden und landete beim Gegner. Güstrow nutze dies und legte Sekunden vor der Halbzeit doch noch vor (15:14).


In der Halbzeitpause wurden die Fehler knallhart angesprochen und vom Trainergespann gefordert, in der Abwehr endlich ordentlich zuzupacken und konzentriert zu sein. Nur so wird man die Gelegenheit bekommen, Punkte in Güstrow zu erkämpfen und damit einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt tätigen können.


Den besseren Start in die zweiten 30. Minuten erwischten dieses Mal die Gastgeber. So legten sie mit 16:14 bzw. 17:15 vor. Die SG verkürzte zwar auf 17:18, doch anstatt diesen Rückstand zu egalisieren, lag man plötzlich mit 20:17 im Hintertreffen (38. Minute). Die Güstrower hatten zu dieser Phase einen Lauf und die SG musste aufpassen, die Partie nicht aus den Händen gleiten zu lassen. Doch insbesondere Daniel Wach, der erst in der zweiten Halbzeit sein wahres Potenzial abrief, konnte jetzt immer wieder einfache Tore erzielen. So blieben die Banzkower zumindest immer auf Tuchfühlung (20:22, 21:23, 23:25, 24:26). Dass es in diesem Spiel jedoch nicht zu mehr reichte, lag eindeutig an der bereits oben beschriebenen Abwehrleistung. Zu sehr machte sich das krankheitsbedingte Fehlen von Christian Klatt und Karsten Prohl bemerkbar, was allerdings nicht als Alibi gelten darf. Die nötige Aggressivität ist einfach für alle Spieler in dieser Saisonphase Grundvoraussetzung, um im Abstiegskampf zu bestehen! So machte man es den Güstrowern stellenweise ziemlich einfach, die immer wieder frei vom Kreis abschließen konnten und sich so in der 53. Minute entscheidend auf 30:26 absetzen konnten. Die letzen Minuten glichen dann eher einem Scheibenschießen, in denen beide Teams ihre Abwehrleistung komplett einstellten. Am Ende hieß es dann 30:34 und man war um die Erkenntnis reicher, dass man an einem „normalen“ Tag gute Chancen gehabt hätte, zwei Punkte aus Güstrow mitzunehmen. Woran es jedoch scheiterte, war jedem Spieler spätestens bei der Bekanntgabe der oben erwähnten Zahlen durch Uwe Weber klar.

„Wichtig ist, dass keiner von uns glaubt, dass wir bereits durch sind in Sachen Abstiegskampf! Wenn man auf die nächsten zwei Spiele gegen Rostock und Warnemünde schaut, sind wir sicherlich klarer Außenseiter und es wird verdammt schwer, gegen diese Teams Punkte zu holen. Wir müssen uns deutlich steigern, ansonsten kann es sehr schnell passieren, dass wir uns das Leben unnötig schwer machen“, so Kapitän Daniel Wach. Auch wenn der Blick auf die Tabelle etwas beruhigend aussieht, täuscht dies ein wenig, da einige „Kellerteams“ noch Nachholspiele haben und außerdem noch gegeneinander spielen. Jeder sollte sich also bewusst sein, dass man sich aktuell noch immer mitten im Abstiegskampf befindet und dies ganz besondere Eigenschaften erfordert, um darin zu bestehen!


Die nächste Gelegenheit, dies unter Beweis zu stellen, hat man am 20.03.10 um 17.00 Uhr in Leezen. Dann geht es gegen den HC Empor Rostock II, den momentanen Tabellendritten.


Stenzel, Prien - D. Wach 11, Strauß 2, Seider 4, Neumann, Kröger 1, Schult 2, Rachow 3, Ohm 2,  Zapp 4/4, Fründt 1